Zum Hauptinhalt springen

Ungenügende Noten für Schweizer Spitäler

Das Infektionsrisiko ist in der Schweiz deutlich höher als in anderen Ländern. Das Bundesamt für Gesundheit startet nun ein nationales Qualitätsprogramm, um die Zahl der Infektionsfälle zu senken.

Ungenügend: Das Infektionsrisiko bei Operationen hänge stark von den beteiligten Chirurgen ab, sagt eine Studie.
Ungenügend: Das Infektionsrisiko bei Operationen hänge stark von den beteiligten Chirurgen ab, sagt eine Studie.
Felix Schaad, Tages-Anzeiger

Rund 600 Todesfälle und 15'000 Infektionserkrankungen könnte man jedes Jahr vermeiden, wenn in Operationssälen minimale hygienische Standards eingehalten würden. Das erklärt Swissnoso, eine Gruppe von leitenden Hygiene- und Infektionsspezialisten, die Spitalinfektionen seit 1994 zu bekämpfen versucht. Doch mit unverbindlichen Richtlinien und Empfehlungen wie «systematisches Händewaschen» und «Checkliste durchgehen» ist es dieser Organisation bisher nicht gelungen, die vermeidbaren Todes- und Krankheitsfälle genügend zu reduzieren. Eine Studie zeigt, dass die Hände nur in etwa 60 Prozent der gebotenen Gelegenheiten desinfiziert werden, wobei das Pflegepersonal pflichtbewusster ist als die Ärzte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.