Umstrittenes Grenzregime im Tessin

Das Grenzwachtkorps soll im Tessin auch widerrechtlich Migranten abweisen, die Asyl beantragen wollen. Die Behördenerklärungen sind dürftig. SVP-Bundesrat Ueli Maurer agiert als Schattenasylminister.

SVP-Bundesrat Ueli Maurer hat die Grenzpraxis verschärft.

(Bild: Keystone)

Peter Meier@bernpem

Das Grenzwachtkorps (GWK) geht im Tessin mit eiserner Hand vor: Tausende Migranten fangen die Beamten in Chiasso ab und schicken sie nach Italien zurück. Allein im Juli knapp 3600 – so viele wie noch nie. Die Folge: Die Migranten stranden im italienischen Grenzort Como in wilden Camps unter freiem Himmel, notdürftig betreut von Hilfswerken und Freiwilligen. Diese erheben nun schwere Vorwürfe: Das GWK verhindere, dass Migranten Asyl beantragen könnten. Das wäre ein klarer Verstoss gegen das geltende Asylrecht.

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