Zum Hauptinhalt springen

Ueli Maurer verschätzt sich – um Milliarden

Der Bund hat letztes Jahr 2,7 Milliarden Franken mehr erwirtschaftet als budgetiert. Die Schulden sind inzwischen so tief wie in den Neunzigerjahren.

Christoph Lenz
Ueli Maurer nimmt Stellung zum Überschuss in der Bundes-Rechnung. Video: SDA

In den meisten Staaten erfordert das Amt des Finanzministers ganz spezifische Charaktereigenschaften: die Bereitschaft, jede Freude und jeden Übermut der Regierung umgehend im Keime zu ersticken – weil: zu teuer. Und die Fähigkeit, seine Kollegen behutsam auf schlechte Nachrichten vorzubereiten.

In der Schweiz ist das anders. Wenn Ueli Maurer (SVP) heute seine Bundesratskollegen über den Abschluss der Staatsrechnung 2018 informiert, dann wird er vor allem viel Erklärungsarbeit leisten müssen. Wie Recherchen zeigen, ist der Staatshaushalt letztes Jahr ziemlich anders herausgekommen als erwartet. Budgetiert hatte die Eidgenossenschaft mit einem Plus von 294 Millionen Franken, quasi einer schwarzen Null. Ende Jahr resultierte ein Überschuss von satten 3 Milliarden Franken. Es ist der beste Abschluss seit 2010. Ein Rekordergebnis.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen