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Über tausend Russen in Dopingskandal involviert

Der zweite McLaren-Bericht enthält weitere Hinweise darauf, dass in Russland systematisches Staatsdoping betrieben wird.

Über 1000 russische Sportler waren von 2011 bis 2015 Teil des Betrugssystems: Ein Mann läuft an der Dopingkontrolle an den Winterspielen 2014 im russischen Krasnaya Polyana vorbei. (Archivbild)
Über 1000 russische Sportler waren von 2011 bis 2015 Teil des Betrugssystems: Ein Mann läuft an der Dopingkontrolle an den Winterspielen 2014 im russischen Krasnaya Polyana vorbei. (Archivbild)
Lee Jin-man, Keystone
Weitere belastende Erkenntnisse für systematischen Betrug der Russen: Ein Labortechniker im Dopingkontrollzentrum in Vancouver 2010 während Olympia. (Symbolbild)
Weitere belastende Erkenntnisse für systematischen Betrug der Russen: Ein Labortechniker im Dopingkontrollzentrum in Vancouver 2010 während Olympia. (Symbolbild)
Jae C. Hong, Keystone
Die neuste Generation der Fläschchen aus Ganterschwil SG wird seit April 2016 produziert: Produktion der Fläschchen.
Die neuste Generation der Fläschchen aus Ganterschwil SG wird seit April 2016 produziert: Produktion der Fläschchen.
PPR/obs/Berlinger Special AG, Keystone
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Der zweite und abschliessende Teil des Berichtes über verbotene Machenschaften im russischen Spitzensport untermauert den Vorwurf von staatlich gelenktem Doping der Grossmacht.

Der von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) eingesetzte Chefermittler Richard McLaren stellte heute in London weitere belastende Erkenntnisse für systematischen Betrug der Russen vor.

Vertuschung durch den Staat

Demnach seien mehr als 1000 russische Sportler von 2011 bis 2015 Teil des staatlich institutionalisieren Betrugssystems gewesen, so McLaren. Betroffen sind 30 Sommer- und Wintersportarten sowie die Olympischen Spiele 2012 in London und 2014 in Sotschi.

Bereits im ersten Teil seines Berichtes im Juli hatte McLaren von weitreichenden Dopingvergehen und Vertuschung durch staatliche Stellen berichtet. So sollen unter anderem Hunderte positive Proben aus diversen Sportarten verschwunden oder manipuliert worden sein.

Vier Goldmedaillen

Es lägen Beweise vor, dass Dopingproben von insgesamt zwölf Medaillengewinnern der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014, unter ihnen handle es sich in vier Fällen um Gewinner von Goldmedaillen, manipuliert worden seien.

Richard McLaren betonte, dass er mit seinem Team ausreichend Belege für die jahrelangen Betrügereien der Russen gesammelt habe. «Wir haben Beweise dafür», bekräftigte der unabhängige Chefermittler der Wada.

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