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Thomas Hansjakob mit 61 unerwartet verstorben

Der erste Staatsanwalt des Kantons St. Gallen ist am Donnerstag überraschend verstorben. Er prägte nicht nur das St.Galler Rechtswesen.

Thomas Hansjakob hinterlässt eine Ehefrau und vier erwachsene Kinder.
Thomas Hansjakob hinterlässt eine Ehefrau und vier erwachsene Kinder.
Ennio Leanza, Keystone

Thomas Hansjakob verstarb am Donnerstagvormittag «völlig unverwartet», wie es in der Medienmitteilung der Staatskanzlei heisst. Der Kanton St. Gallen nehme in grosser Trauer Abschied von seinem langjährigen ersten Staatsanwalt, schreibt die Kanzlei weiter.

Seit dem Jahr 1988 prägte Thomas Hansjakob die Strafverfolgung im Kanton St.Gallen. Zunächst als Kantonaler Untersuchungsrichter und seit 2004 als Leitender Staatsanwalt des Untersuchungsamtes St.Gallen sorgte er für eine ebenso konsequente wie rechtsstaatlich korrekte Führung der Strafuntersuchungen. Im Juli 2007 wählte ihn die Regierung zum Ersten Staatsanwalt und übertrug ihm damit die Gesamtverantwortung für die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen.

Thomas Hansjakobs Verdienste reichen weit über den Kanton St.Gallen hinaus: Immer wieder führte er auch für andere Kantone oder für die Bundesanwaltschaft komplexe Verfahren. Neben seiner strafprozessualen Arbeit erfüllte er auch Lehraufträge an den Universitäten St.Gallen und Luzern, engagierte sich in der Anwaltsausbildung und zeichnete sich durch eine Fülle an wissenschaftlichen Publikationen aus. Besondere Verdienste erwarb er sich als Mitherausgeber des umfangreichen Kommentars zur Schweizerischen Strafprozessordnung. So ist es kein Zufall, dass die Universität St.Gallen Thomas Hansjakob im Jahr 2017 mit einem juristischen Ehrendoktorat würdigte.

«Lieber Kollege und Freund»

Hansjakob war aber nicht nur ein ausgewiesener Strafrechtsexperte. Die Mitarbeitenden der Staatsanwaltschaft verlieren in ihm einen geschätzten und beliebten Vorgesetzten. Regierungspräsident Fredy Fässler als Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartementes und das Kader des Departementes trauern um einen «lieben Kollegen und Freund», der an gemeinsamen Konferenzen und Anlässen mit seiner Geselligkeit und seinem breit gefächerten Wissensfundus stets ein interessanter Gesprächspartner war.

Die Staatsanwaltschaft und das Sicherheits- und Justizdepartement wünschen der Familie des Verstorbenen in dieser Zeit viel Kraft und Zuversicht.

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