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«Die SVP kann ein Bild menschlicher Kälte vermitteln»

Politexperte Thomas Widmer sagt, dass weder SVP noch Linke bei den Wahlen von der Flüchtlingskrise profitieren werden. Er stellt aber fest, dass manche ihren Tonfall angepasst haben.

Ein SVP-Plakat gegen die Masseneinwanderung und ein Transparent gegen ein geplantes Asylzentrum ausserhalb des Dorfes Fischbach, Luzern.
Ein SVP-Plakat gegen die Masseneinwanderung und ein Transparent gegen ein geplantes Asylzentrum ausserhalb des Dorfes Fischbach, Luzern.
Sigi Tischler, Keystone

Die Flüchtlingskrise ist derzeit in den Medien omnipräsent. Das Bild eines ertrunkenen syrischen Jungen geht um die Welt, gleichzeitig fordert die SVP ein Asylmoratorium. Verspielt sie damit vor den Wahlen wichtige Sympathien?

Die Bedeutung des Flüchtlingsthemas hat in den letzten Monaten insgesamt zugenommen; und das nicht nur in den Medien, sondern auch in Gesprächen auf den Strassen oder zu Hause. Menschen können darauf in unterschiedlicher Weise reagieren: Entweder rufen diese Bilder Gefühle des Mitleids und der Solidarität hervor oder dieselben Bilder lösen Ängste aus, von einer Flüchtlingswelle überrannt zu werden. Auch wenn letzteres faktisch nicht zutrifft, kann die Medienberichterstattung solche Assoziationen auslösen. Bezogen auf die SVP lässt sich sagen, dass mit der Migrationspolitik eines ihrer Kernthemen grösste Aufmerksamkeit erhält. Andererseits können die Rezepte der SVP ein Bild menschlicher Kälte vermitteln. Der erste Aspekt fördert die Mobilisierung bei SVP-Anhängern, der zweite jene bei den Gegner einer restriktiven Asylpolitik.

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