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SVP-Bundesratskandidaten müssen alle Karten auf den Tisch legen

Wer für die SVP in den Bundesrat will, der muss sich mit einem Auszug aus dem Straf- und Betreibungsregister bewerben. Damit will die Partei einen zweiten «Fall Zuppiger» verhindern.

Die SVP verschärft die Kontrollen: SVP-Präsident Toni Brunner und der gefallene Bundesratskandidat Bruno Zuppiger im Bundeshaus. (14. Dezember 2011)
Die SVP verschärft die Kontrollen: SVP-Präsident Toni Brunner und der gefallene Bundesratskandidat Bruno Zuppiger im Bundeshaus. (14. Dezember 2011)
Peter Klaunzer, Keystone

Bei der SVP müssen potenzielle Bundesratskandidaten eine reine Weste haben. Neben dem Lebenslauf verlangt die Partei von den Kandidaten auch Strafregister- und Betreibungsregisterauszüge. Eine siebenköpfige Kommission hat gemäss der «Nordwestschweiz» mit der Arbeit begonnen und prüft Bewerber auf Herz und Nieren.

Nach dem Skandal um Bruno Zuppiger trifft die Partei Vorsichtsmassnahmen. Kommissionspräsident Ernst Hasler (AG) sagt gegenüber der «Aargauer Zeitung», es ginge darum, aus Erfahrungen zu lernen. 2011 stand die SVP-Fraktion weniger als eine Woche vor den Bundesratswahlen ohne Kandidaten da. Auf dem Weg in den Bundesrat stolperte Bruno Zuppiger über eine Erbschaftsaffäre. Der Vorwurf, er habe sich an der Erbschaft einer verstorbenen Mitarbeiterin bereichert, bestätigte sich. Zuppiger musste sich zurückziehen.

Noch keine offiziellen Kandidaten

Die SVP-Kantonalparteien sind mitten im Auswahlverfahren. Fünf Kantone haben einen oder mehrere Namen in die Parteizentrale übermittelt. Die Aargauer SVP schickt Nationalrat Hansjörg Knecht ins Rennen. Die Baselbieter setzen auf Nationalrat Thomas de Courten, die Zuger auf Regierungsrat Heinz Tännler und die Tessiner auf Nationalrat Pierre Rusconi.

Mindestens 13 Kantonalparteien verzichten auf eigene Kandidaten. Darunter die Zürcher SVP, die laut Parteipräsident Alfred Heer niemanden ins Rennen schickt, weil es unrealistisch sei, dass neben Ueli Maurer ein zweiter Zürcher SVP-Bundesrat in die Landesregierung gewählt werde.

Die Findungskommission will die SVP-Kandidaten noch vor den eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober präsentieren. Am 9. Dezember 2015 wird der Bundesrat für die 50. Wahlperiode der schweizerischen Eidgenossenschaft gewählt.

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