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Soldat schiesst in ein Militärfahrzeug

Schon zum vierten Mal in diesem Sommer hat sich beim Wachdienst mit durchgeladener Waffe versehentlich ein Schuss gelöst.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag auf dem Waffenplatz Bure im Kanton Jura. In einem Militärfahrzeug löste sich ein Schuss, nachdem eine Mannschaft vom Wachdienst abgelöst worden war, wie Heeressprecher Daniel Reist eine Meldung der Zeitung «Le Matin» vom Dienstag bestätigte.

Verletzt wurde niemand, die Soldaten im Fahrzeug mussten sich allerdings einem Gehörtest unterziehen. Die Kugel durchschlug den Boden des Wagens und drang in einen Pneu. Die Militärjustiz untersucht den Vorfall.

Seit Anfang Jahr geladene Waffen

Es ist der vierte Fall einer ungewollten Schussabgabe in diesem Sommer. Am 26. Juni war ebenfalls auf dem Waffenplatz Bure ein Soldat leicht verletzt worden. In der Verlegung derselben Kompanie löste sich am 9. Juli in Les Rochats VD erneut ein Schuss. Verletzt wurde diesmal niemand.

In der Nacht auf den 24. August kam es zudem vor der Berner Einsatzzentrale der zum Botschaftsschutz abkommandierten WK-Soldaten zu einer unbeabsichtigen Schussabgabe aus einem Sturmgewehr. Der Wachtdienst mit durchgeladener Waffe war von Bundesrat Samuel Schmid auf Anfang 2008 hin verfügt worden.

Nicht nur armeekritische Kreise leisten dagegen Widerstand: Verschiedene Gemeinden, darunter die Städte Bern und Zürich, lehnen die Regelung ab. Vor zehn Tagen hat das jurassische Kantonsparlament eine Motion angenommen, die ein Verbot des bewaffneten Wachdienstes auf Kantonsgebiet zum Ziel hat.

SDA/oku

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