ABO+

«Selbst Umweltschützer waren für den Bau von Kernkraftwerken»

Hans-Rudolf Lutz war der erste Direktor des Kernkraftwerks Mühleberg. Wie blickt «Atom-Lutz» auf sein Lebenswerk zurück – jetzt, da Mühleberg bald vom Netz geht?

Seine Ideen passen nicht in die heutige Zeit: Hans-Rudolf Lutz. Foto: Samuel Schalch

Seine Ideen passen nicht in die heutige Zeit: Hans-Rudolf Lutz. Foto: Samuel Schalch

Yvonne Debrunner@yvonnedebrunner

Dass er irgendwie nicht in diese Zeit passt, das ist ihm klar. Andere mögen denken, seine Ideen seien von vorgestern. Er selbst ist überzeugt, dass sie von übermorgen sind. «Kommen Sie, von hier aus sehen wir den Kühlturm», sagt Hans-Rudolf Lutz. Er tritt auf die Terrasse seines Hauses im solothurnischen Lostorf und zeigt auf den Kühlturm von Gösgen. Der Wind bläst den Dampf ­Richtung Westen, Richtung Frankreich, wo sie noch Kernkraftwerke bauen. Nicht wie die Deutschen. Die schalteten eben erst Block B von Gundremmingen ab – die erste von zwei 1300-Megawatt-Anlagen. «Eine Kapitalvernichtung», sagt Lutz. «Den hätte man noch 20 bis 30 Jahre weiterbetreiben können.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt