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Schweizer Milchmarkt droht Spaltung

Die drei Milchverarbeiter Cremo, Hochdorf und Elsa gründen die Vereinigung Schweizer Milch (VSM) – und widersetzen sich damit den Schweizer Milchproduzenten (SMP), die ein Milchpool schaffen wollen.

Die VSM soll am 7. November gegründet werden, wie Roland Werner, Präsident der Thur Milch Ring AG und Mitglied der Arbeitsgruppe einen Bericht der «BauernZeitung» vom Freitag bestätigte. Hintergrund sind die Bestrebungen der SMP, einen nationalen Milchpool zu gründen und künftig die Milchpreisgespräche mit den Verarbeitern zu führen.

Die Verarbeiter ihrerseits wollen allerdings weiterhin direkt mit den Produzenten verhandeln. «Wir brauchen keinen Dritten», sagte Werner. Die SMP diskutiere über Lösungen, die vom Markt abgekoppelt seien und blockiere so die Branche.

VSM-Konzept basiert auf zwei Säulen

Zum einen sollen Verträge zwischen den Produzenten und Verarbeitern die so genannte Linienmilch regeln. Klar definierte Mengen und Preise sollen für eine Abnahmegarantie sorgen. Zum anderen will die Vereinigung eine nationale Milchbörse aufbauen, an der die überschüssig produzierte Milch vermarktet werden kann. Die Preise werden voraussichtlich wöchentlich an den Markt angepasst.

«Die Linienmilch soll für eine Stabilität im System sorgen, die Börse gleichzeitig eine gewisse Dynamik rein bringen», sagte Werner. Gegenüber dem heutigen System würde dieses Modell für mehr Transparenz sorgen. Alle Marktteilnehmer wüssten, zu welchem Preis die Milch gehandelt werde.

SDA/mbr

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