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Schweiz Tourismus zieht sich aus Web-Angebot zurück

Auch viele kleinere Tourismusdestinationen arbeiten bei ihrem Internetauftritt mit dem P.-System. Um Synergien zu nutzen, bot Schweiz Tourismus das System den Organisationen lange Zeit direkt an. So entstanden mit den Jahren gegen 70 sogenannte Partnersites. Für die kleineren Organisationen hatte dies den Vorteil, dass sie nicht die gesamten Entwicklungskosten übernehmen mussten, sondern auf ein bestehendes System aufbauen konnten. Die Aufträge der kleineren Organisationen liefen in der Regel via Schweiz Tourismus zu P. Vom jährlichen Auftragsvolumen von durchschnittlich einer Million Franken entfiel nach Angaben von Schweiz Tourismus jeweils etwa die Hälfte auf Aufträge für die Partnersites.

Nun stellt Schweiz Tourismus das Angebot für die Partnersites ein. Letzte Woche wurden die Tourismusdestinationen darüber informiert. Das zweiseitige Schreiben liegt Redaktion Tamedia vor. Schweiz Tourismus werde sich «aus funktionalen wie auch aus juristischen Gründen» aus der Dienstleistung zurückziehen, ist darin zu lesen. Die stetig wachsenden Wünsche der Tourismusdestinationen auf eine individuelle Gestaltung ihrer Internetsite verringerten die Synergiegewinne immer mehr. Und wegen dieser Entwicklung könne die gesetzliche Subsidiaritätsauflage nicht mehr erfüllt werden. Dieses Prinzip verbietet es öffentlich finanzierten Organisationen, privatwirtschaftliche Anbieter zu konkurrenzieren.

Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid verneint einen Zusammenhang zwischen dem Rückzug und Fragen rund um die Geschäftsbeziehung zu P. Vielmehr seien die individuellen Wünsche und damit die Komplexität der einzelnen Partnersites stark gewachsen. Ohne aufwendige Anpassungen sei die von Schweiz Tourismus angebotene Standardlösung deshalb immer weniger geeignet, erklärt Schmid. Verschiedene regionale Tourismus­destinationen, darunter Zermatt Tourismus, haben deshalb bereits den Anbieter für ihre Internetsite gewechselt.

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