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Schweiz sucht bei der Nato Schutz vor Hackern

Cyberangriffe können Staaten empfindlich treffen, wie aktuelle Beispiele zeigen. Bundesrat Didier Burkhalter will deswegen enger mit Nato-Spezialisten zusammenarbeiten.

Gefahr aus dem Netz: Screenshot aus der amerikanischen Fernsehserie «Mr. Robot». Sie thematisiert die Folgen von Hackerangriffen für Demokratie und Gesellschaft in den USA.
Gefahr aus dem Netz: Screenshot aus der amerikanischen Fernsehserie «Mr. Robot». Sie thematisiert die Folgen von Hackerangriffen für Demokratie und Gesellschaft in den USA.
Mr. Robot / USA Network

Um die Schweiz in Zukunft besser gegen Hackerangriffe zu wappnen, plant das Aussendepartement eine vertiefte Kooperation mit dem grössten Anti-Hacking-Zentrum der Nato in Estland. Das berichtet die «Aargauer Zeitung».

Das EDA habe auf Anfrage bestätigt, dass die Schweiz die Vollmitgliedschaft bei dem Kompetenzzentrum prüfe, mit dem sie bisher nur lose zusammengearbeitet habe. Anders als etwa «sponsoring nations» wie Deutschland, Grossbritannien und die USA leistet sie momentan noch «keinen regelmässigen finanziellen Beitrag».

Livetraining gegen Hackerangriff

Das 2008 als Reaktion auf einen russischen Cyberüberfall auf Estland gegründete Nato Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCoE) führt unter anderem einmal im Jahr die weltweit grösste Cyberabwehrübung «Locked Shields» durch. Sie soll den Teilnehmern erlauben, ihre eigene Anti-Hacking-Kompetenz auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern. Die Schweiz hat bisher erst zweimal, 2012 und 2016, an der Live-Übung teilgenommen.

EDA-Sprecher Pierre Eltschinger bestätigt auf Anfrage der «Nordwestschweiz», die Schweiz könne als Vollmitglied gleich mehrfach profitieren. Einer der grössten Fürsprecher des Tallinn-Projekts sei EDA-Chef Didier Burkhalter selbst. Aber vor Ort in Estland arbeiteten auch Vertreter des Verteidigungsdepartements VBS mit. Wann die Anbindung Thema im Bundesrat wird, ist laut EDA offen.

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