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Schweiz lockert Reisehinweise für Ägypten

Der Bund hat die Reisewarnung für Ägypten etwas entschärft. Neu rät das EDA nicht mehr von Reisen an die Badeorte ab. Vor nicht dringenden Reisen in andere Gebiete wird jedoch weiter gewarnt.

Sonnenbaden am Sinai ist laut EDA wieder sicher: Touristinnen in Sharm al-Sheikh. (Archiv)
Sonnenbaden am Sinai ist laut EDA wieder sicher: Touristinnen in Sharm al-Sheikh. (Archiv)
AFP

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für Ägypten aktualisiert. Demnach dauern die politischen Spannungen noch an, die Sicherheitslage hat sich aber vordergründig beruhigt. Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen nach Ägypten rät das Aussendepartement weiterhin ab. Ausgenommen seien jedoch die Badeorte am Roten Meer und auf dem Sinai.

Das Risiko von Entführungen und Anschlägen bleibe aber auf der ganzen Sinai-Halbinsel bestehen. Eine erneute Eskalation der Lage in Ägypten schliesst das EDA nicht aus. Auch das Risiko von Terroranschlägen bleibe im ganzen Land bestehen. Zudem seien Demonstrationen und auch Streiks weiterhin wahrscheinlich, vor allem in Kairo und den grösseren Städten.

Ferien wieder möglich

Nach der Aufhebung der Reisewarnung für die Gegend des Roten Meeres sind dort wieder Badeferien möglich. Bei den Schweizer Reiseveranstaltern Hotelplan und Kuoni können Touristen ab sofort buchen. TUI Suisse klärt mit den Fluggesellschaften, ob es Plätze für Kunden gibt.

Hotelplan bietet individuelle Ferienarrangements – das heisst Linienflug und Hotel – ab morgen Mittwoch an. Die Charterflüge nach Sharm al-Sheikh und Hurghada würden ab dem 2. November wieder aufgenommen, teilte die Migros-Reisetochter mit. Ab dann würden dreimal wöchentlich Flüge von Zürich in die beiden Badeferienorte starten. Ab dem 4. November hebe je einmal pro Woche ein Direktflug von Genf nach Sharm al-Sheikh und Hurghada ab, schrieb Hotelplan.

November-Ferien nach Plan

Auch bei Kuoni können Reisende ab sofort wieder buchen, wie Sprecher Peter Brun auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die erste Chartermaschine starte ab Donnerstag einmal wöchentlich ab Zürich nach Hurghada. Ab November gebe es vier Flüge pro Woche ans Rote Meer: Zwei nach Hurghada und je einer nach Sharm al-Sheikh und Marsa Alam.

Für Kunden, die ihre Ägypten-Ferien bis Ende Oktober umgebucht oder annulliert hatten, ändere sich nichts, sagte Brun. Die November-Ferien könnten indes nach derzeitigem Kenntnisstand planmässig durchgeführt werden, ausser die Lage in Ägypten ändere sich wieder. Insgesamt hätten bislang rund 1000 Kuoni-Kunden ihre Ägypten-Reisen umgebucht oder storniert, sagte Brun. Rund die Hälfte davon habe die Reise annulliert.

Bei Hotelplan hiess es, da es sich bei den bis 31. Oktober annullierten Reisen vor allem um Buchungen mit Charterflügen handle, blieben diese Buchungen annulliert. Falls nun ein Kunde dennoch im Oktober ans Rote Meer fliegen möchte, könne er dies mit einem individuellen Arrangement (Linienflug und Hotel) buchen, da Hotelplan Suisse Charterflüge erst ab November wieder anbiete, sagte Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

Auch bei Hotelplan wurden von rund 1000 Kunden die Ägypten-Ferien annulliert. Davon habe sich rund ein Drittel entschieden, in der ursprünglich vorgesehen Zeit an eine andere Destination zu fliegen - vor allem in die Türkei, sowie auf griechische oder kanarische Inseln, sagte Huguenin-dit-Lenoir. Ein Drittel habe die Ägypten-Ferien auf später verschoben und ein Drittel habe den Urlaub abgesagt.

TUI Suisse sucht Plätze

Beim dritten grossen Schweizer Reiseveranstalter TUI Suisse hiess es, man sei derzeit im Gespräch mit den Airlines, ob einzelne Plätze für Kunden gebucht werden könnten. Ab November würden die Charterflüge dann wieder aufgenommen, sagte TUI Suisse-Sprecher Roland Schmid.

Auch bei TUI Suisse hätten einige hundert Kunden ihre Ägypten-Ferien absagen oder umbuchen müssen. Die Allermeisten, die reisen wollten, hätten eine Alternativdestination etwa in Griechenland, der Türkei oder auf den Kanaren gefunden, sagte Schmid. Nur jene, die unbedingt nach Ägypten gewollt hätten, hätten ihre Reise verschoben.

SDA/ami

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