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Schneider-Ammann und der Innovationsmeister

Die Schweiz und Südkorea wollen ein wissenschaftliches Netzwerk bilden. Die Regierung in Seoul hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei seinem Besuch das Leitmotiv der «kreativen Wirtschaft» vorgestellt.

Wollen beide das beste Bildungssystem für ihr Land: Johann Schneider-Ammann und sein südkoreanischer Amtspartner Seo Nam-soo.
Wollen beide das beste Bildungssystem für ihr Land: Johann Schneider-Ammann und sein südkoreanischer Amtspartner Seo Nam-soo.
Keystone

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat seinen Arbeitsbesuch in Südkorea fortgesetzt und heute in Seoul mehrere Minister getroffen. Begleitet wurde er von einer wissenschaftlichen Delegation, die in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation mehrere Abkommen mitgestalten soll.

Das Ziel der Mission sei es, persönliche Beziehungen zwischen den universitären Leitern der beiden Länder aufzubauen und ein wissenschaftliches Netzwerk zu bilden, das Studienaustausche fördern soll, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Die Schweiz und Südkorea teilten beide das Ziel, das beste Bildungssystem zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, Arbeitsplätze zu sichern sowie Innovationen und die Forschung zu fördern.

Bei den Gesprächen mit dem Vizeminister für Handel, Industrie und Energie erwähnte Schneider-Ammann das im September 2006 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Südkorea, das die Schweiz zusammen mit ihren EFTA-Partnern abgeschlossen hat. Laut Schneider-Ammann müssen dabei verschiedene technische Zollvorschriften angepasst werden. Die aktuelle politische Lage in Korea sei aber ungünstig, sodass die Gespräche dazu in diesem oder im nächsten Jahr fortgesetzt werden sollen.

Forschung hat Priorität

Für die neue südkoreanische Regierung hat die Forschung Priorität. Schneider-Ammann liess sich vom Sekretär des Präsidenten denn auch die zukünftige Strategie erklären. Das Konzept einer «kreativen Wirtschaft» sei das Leitmotiv.

Südkorea sei zudem ein Innovationsmeister. In Bezug auf Patente belege es den vierten Platz, sagte Schneider-Ammann. Deshalb zählt die asiatische Republik zu den sieben Schwerpunktländern, mit denen die Schweiz in Zukunft eine engere wissenschaftliche Zusammenarbeit pflegen möchte.

Die Koreaner seien besonders an der wirtschaftlichen Struktur der Schweiz interessiert, die sich durch eine hohe Anzahl von KMU charakterisiere, sagte der Wirtschaftsminister. Die südkoreanische Regierung ihrerseits wolle den grossen Einfluss der riesigen Industriekonzerne im Land reduzieren.

SDA/wid

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