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SBB-Brücken müssen nachgebessert werden

Bei den beiden SBB-Brücken der Zürcher Durchmesserlinie haben sich die Statiker verrechnet.

Die Pfeiler müssen verstärkt werden: Letzigrabenbrücke.
Die Pfeiler müssen verstärkt werden: Letzigrabenbrücke.
Reto Oeschger

Am Sonntag wird die erste Strecke der Durchmesserlinie zwischen dem Bahnhof Oerlikon und der Rampe beim Tiefbahnhof Löwenstrasse in Betrieb genommen. Doch die Festlaune der SBB ist getrübt. Denn bei der Fortsetzung in Richtung Altstetten läuft es nicht rund.

Wie das Internetportal Watson berichtet, müssen die Letzigrabenbrücke und die Kohlendreieckbrücke nachgebessert werden.

Pfeiler werden verstärkt

Die ursprünglich vorgesehene Schotterunterlage für die Gleise habe sich als zu schwer erwiesen. Es müssten deshalb Projektänderungen vorgenommen werden. In Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) wurde entschieden, die Fahrbahn über den Pfeilern zu verstärken. Zudem werden auf der 1156 Meter langen Letzigrabenbrücke und auf der 394 Meter langen Kohlendreieckbrücke die Gleise fest eingebaut. Die feste Fahrbahn sei im Vergleich zum Schotter leichter, aber auch teurer, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli.

Dies führe zu massiven Mehrkosten. Wie hoch diese ausfallen, ist noch unklar. Für die Brücken waren 300 Millionen Franken veranschlagt worden. Die Eröffnung im Dezember 2015 könne aber eingehalten werden.

Betriebsbewilligung traf erst heute ein

Heute Mittwoch meldete das BAV die Betriebsbewilligung für den ersten Teil der Durchmesserlinie – vier Tage vor dem Start. War auch da irgendwo ein Hund begraben, dass die Bewilligung erst auf den letzten Drücker eintraf? Andreas Windlinger von der Pressestelle des BAV entwarnt: «Das ist wie bei Semesterarbeiten an der Uni, man reizt die gesetzten Fristen aus.»

Beim Lötschbergbasis-Tunnel sei die Bewilligung erst am Vortag erteilt worden. Doch habe es bisher stets gereicht. «Wenn der Wurm drin ist, merken wir das viel früher.» Das BAV überprüft, ob die SBB die in der Plangenehmigung gestellten Auflagen erfüllt.

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