SBB sollen 3. Klasse einführen

Damit das Bahnfahren für Kunden mit kleinem Budget billiger wird, empfiehlt der Bund eine Art Easyjet auf der Schiene.

Statt zwei drei Klassen lautet der Vorschlag von Experten: Züge beim Bahnhof Bern. (Archivbild)

Statt zwei drei Klassen lautet der Vorschlag von Experten: Züge beim Bahnhof Bern. (Archivbild)

(Bild: Keystone Manuel Lopez)

Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) empfiehlt den SBB und anderen Transportunternehmen für Kunden mit kleinem Budget eine neue 3. Klasse einzuführen. Damit sollen sich die Schweizer Bahnen im Kampf gegen Uber, Fernbusse und Elektromobile besser behaupten können, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Den Autoren der Studie schwebt demnach eine Art Easyjet auf der Schiene vor. Die Passagiere sollen in einer 3. Klasse enger gestuhlt auf fünf Plätzen pro Reihe sitzen. Die Bahn drohe beim Preis und Ressourcenverbrauch gegenüber den neuen Konkurrenten an Vorsprung zu verlieren, heisst es.

Bei den Bahnen findet die Idee laut der Zeitung wenig Anklang. Eine neue 3. Klasse bringe kaum Sparpotenzial, mache dafür den öffentlichen Verkehr noch komplizierter, sagte Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr. Um die Züge auch für Kunden mit kleinem Budget attraktiv zu halten, setzt die Branche auf Sparbillette in Randzeiten. Zudem kündigte sie an, die Preise auch für 2020 nicht weiter zu erhöhen.

Gänzlich neu wären drei Klassen nicht. Bis 1956 waren Züge der SBB dreiklassig unterwegs. Neben der sogenannten Holzklasse und der Klasse für den Mittelstand gab es noch Luxusabteile.

roy/sda

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