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SBB setzen auf S-Bahn-Linien verkürzte Züge ein

Den SBB fehlen Mitarbeiter für den Zugunterhalt. Auf diversen Strecken verkehren daher verkürzte Kompositionen – für Pendler gibt es weniger Sitzplätze.

Weniger Sitzplätze für Pendler: Ab Pfäffikon, Winterthur, Schaffhausen, Uster, Ziegelbrücke und Zürich Hauptbahnhof setzen die SBB verkürzte Züge ein.
Weniger Sitzplätze für Pendler: Ab Pfäffikon, Winterthur, Schaffhausen, Uster, Ziegelbrücke und Zürich Hauptbahnhof setzen die SBB verkürzte Züge ein.
Gaetan Bally, Keystone
Anfang August informierten die SBB die Präsidenten der Regionalen Verkehrskonferenzen per E-Mail über «ausserordentliche Kürzungen von S-Bahnen».
Anfang August informierten die SBB die Präsidenten der Regionalen Verkehrskonferenzen per E-Mail über «ausserordentliche Kürzungen von S-Bahnen».
Georgios Kefalas, Keystone
«In den Hauptverkehrszeiten kann auf gewissen Linien nicht immer die gewünschte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung gestellt werden», sagte der Sprecher.
«In den Hauptverkehrszeiten kann auf gewissen Linien nicht immer die gewünschte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung gestellt werden», sagte der Sprecher.
Alessandro della Valle, Keystone
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Auf den Zürcher S-Bahn-Linien S8, S9 und S25 sind die SBB zurzeit mit verkürzten Zügen unterwegs. Betroffen sind Züge ab Pfäffikon, Winterthur, Schaffhausen, Uster, Ziegelbrücke und Zürich Hauptbahnhof. Anfang August informierten die SBB die Präsidenten der Regionalen Verkehrskonferenzen per E-Mail über «ausserordentliche Kürzungen von S-Bahnen», wie der «SonntagsBlick» schreibt.

In dem Schreiben begründete ein SBB-Regionen-Manager den «temporären Angebotsabbau» mit einer Verschlechterung der Rollmaterialverfügbarkeit. Hauptsächlicher Grund sei, dass die Instandhaltungswerke wegen Personalmangels nicht mehr in der Lage seien, den Rollmaterialeingang planmässig abzuarbeiten.

Zu wenige Sitzplätze

Ursprünglich sollten die «Notmassnahmen» vom 6. bis zum 17. August andauern. Laut eines SBB-Sprechers muss aber auch in den nächsten Wochen mit Kürzungen von Kompositionen gerechnet werden. «In den Hauptverkehrszeiten kann auf gewissen Linien nicht immer die gewünschte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung gestellt werden», sagte der Sprecher gegenüber des «SonntagsBlick».

Auf Anfrage stellte die Medienstelle der SBB eine Personal-Fehlplanung in Abrede – trotz des Schreibens des Regional-Managers. «Ursächlicher Grund für die Kürzungen sind die vermehrten Defekte im Zusammenhang mit der anhaltenden Hitzewelle», so ein Sprecher. Zudem seien wegen Grossanlässen zusätzliche S-Bahnen im Einsatz.

Dies sieht die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) anders: «Der Grund für den Angebotsabbau ist, dass in der SBB-Werkhalle in Zürich Herdern 25 bis 30 Mitarbeiter fehlen», sagte Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. Die Begründung der SBB sei «völliger Blödsinn».

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