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«Rüstungsfirma hat Parlamentarier hinters Licht geführt»

Die teure Sanierung der alten Armeetransporter Duro gerät wieder ins Kreuzfeuer: Ausgerechnet ein Parteikollege des Verteidigungsministers Guy Parmelin sagt, er habe Belege, dass das Parlament bei dem Geschäft getäuscht worden sei.

Mischa Aebi
Die Mowag lässt das Gewerbe in vielen Kantonen von der Duro-Sanierung in Form von Unteraufträgen in Höhe von 200 Millionen Franken profitieren. So lautet die PR-Botschaft.
Die Mowag lässt das Gewerbe in vielen Kantonen von der Duro-Sanierung in Form von Unteraufträgen in Höhe von 200 Millionen Franken profitieren. So lautet die PR-Botschaft.
Max Spring

Die Sanierung der 25-jährigen Kleinlaster Duro hat bereits einmal hohe Wellen geschlagen: Nach öffentlicher Kritik und hitziger Debatte hatte das Parlament vor anderthalb Jahren eine halbe Milliarde Franken Steuergelder für die Erneuerung der 2200 Armeefahrzeuge bewilligt.

Das sind pro Fahrzeug 210'000 Franken, erstaunliche 60 Prozent mehr als der Neupreis von 140'000 Franken in den 90er-Jahren. Den Auftrag hat das Thurgauer Rüstungsunternehmen Mowag bekommen, ohne Ausschreibung, ohne Konkurrenz. Der unter Druck ­geratene Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) hat sichtlich aufgeatmet, als das Parlament das Geschäft am 7. März 2016 schliesslich doch genehmigte.

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