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Protest vor dem Bundeshaus

300 Studierende haben die sistierten EU-Programme Horizon 2020 und Erasmus auf dem Bundesplatz in Bern symbolisch bestattet.

Über 300 Studenten protestierten auf dem Bundesplatz. Es offenbaren sich erste Konsequenzen nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative.
Über 300 Studenten protestierten auf dem Bundesplatz. Es offenbaren sich erste Konsequenzen nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative.
Keystone
Kurz nach der Entscheidung des Bundesrates, das bilaterale Abkommen auf Kroatien nicht auszuweiten, reagiert die Europäische Union und macht die Drohung wahr: die EU sistiert die Verhandlungen über Horizon 2020 und Erasmus.
Kurz nach der Entscheidung des Bundesrates, das bilaterale Abkommen auf Kroatien nicht auszuweiten, reagiert die Europäische Union und macht die Drohung wahr: die EU sistiert die Verhandlungen über Horizon 2020 und Erasmus.
Keystone
Auch Erasmus wird beerdigt. Das Studentenaustausch-Programm ist von der Sistierung betroffen.
Auch Erasmus wird beerdigt. Das Studentenaustausch-Programm ist von der Sistierung betroffen.
Keystone
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Mit einer Protestaktion haben am Donnerstagabend in Bern 300 Studierende die EU-Programme Erasmus und Horizon 2020 zu Grabe getragen. An der «Beerdigung» auf dem Bundesplatz wurde gleichzeitig Erasmus' Wiederauferstehung beschworen. Die Protestierenden versammelten sich rund um eine schwarz bemalte Kartonschachtel, die in der als Strassentheater inszenierten Beerdigung als Sarg für den «sehr jung verstorbenen» Erasmus diente.

Auf einem Flugblatt rief die Neuenburger Studierendenvereinigung, welche die Aktion organisiert hatte, dazu auf, sich aktiv an der Wiederauferstehung der Austauschprogramme zu beteiligen. Die Wissenschaft dürfe nicht Opfer der Politik werden.

Die Rektoren der Schweizer Hochschulen hatten sich Anfang Woche in einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt und rasche Massnahmen verlangt, damit die Schweiz als gleichberechtigtes Mitglied an den EU-Programmen Horizon 2020 und Erasmus teilnehmen kann.

Die EU hatte die Verhandlungen zu den Programmen am Wochenende gestoppt, nachdem der Bundesrat als Folge des Volksjas zur Masseneinwanderungsinitiative die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien sistiert hatte.

SDA/ad

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