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Produzent, nicht Landschaftsgärtner

Bevor das Parlament über Änderungen in der Agrarpolitik diskutiert, äussert der Bauernverband noch einmal seine Kritik an der geplanten Reform: Diese stärke Ökologie und Tierschutz, die Produktion aber bleibe auf der Strecke.

In drei Wochen debattiert der Nationalrat über Reformen in der Landwirtschaft. Geplant ist ein Umbau des Direktzahlungssystems. Der Bauernverband ist nicht mit allen Vorschlägen des Bundesrates einverstanden und zeigte deren Auswirkungen gestern anhand des Bauernhofs von Hansjürg Stalder in Gümmenen bei Mühleberg. Sein Betrieb ist mittelgross, er setzt vor allem auf Milchwirtschaft und den Anbau von Kartoffeln. Derzeit erhält Stalder knapp 40'000 Franken Direktzahlungen.

Wird die Reform in der Agrarpolitik wie geplant umgesetzt, sinken seine Direktzahlungen auf 36'000 Franken. Doch nicht darin liege das Hauptproblem, legte Francis Egger vom Bauernverband gestern dar. Sorgen bereitet dem Verband vielmehr, dass von den 36'000 Franken 10'000 Franken sogenannte Übergangsbeiträge sind. Um diese langfristig halten zu können, müsse Landwirt Stalder zusätzliche Leistungen für Ökologie oder Tierschutz erbringen. «Sonst sinken die Übergangsbeiträge», sagte Egger. Das heisse also: Investitionen und Mehrarbeit zum gleichen Betrag.

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