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«Pläne der SVP sind Heuchelei im Quadrat»

Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz glaubt nicht, dass ihre Partei durch die Affäre um Geri Müller Schaden nehmen wird. Nach den Verlusten der letzten Jahre hätten die Grünen die Talsohle durchschritten.

Aus Sicht der Grünen gibt es keinen Grund, dass Müller zurücktreten muss: Co-Präsidentin der Grünen, Regula Rytz.
Aus Sicht der Grünen gibt es keinen Grund, dass Müller zurücktreten muss: Co-Präsidentin der Grünen, Regula Rytz.
Keystone

Die Grünen haben in der vergangenen Wochen so viele Schlagzeilen gemacht, wie selten. Co-Präsidentin Regula Rytz glaubt nicht, dass ihre Partei durch die Affäre um Geri Müller Schaden nehmen wird. «Wir werden an unserer Politik gemessen», sagte sie im Interview mit dem «SonntagsBlick». Aus Sicht der Grünen gebe es auch keinen Grund, dass Müller zurücktreten müsse.

Der Badener Stadtammann und Nationalrat habe sich für sein Verhalten entschuldigt. «Das war für uns wichtig.» Die gravierenden Vorwürfe der Nötigung und des Amtsmissbrauchs gegen Müller, die noch Anfang Woche gemacht worden seien, «sind allesamt vom Tisch». Für die Grünen sei «die Geschichte abgeschlossen», sagte Rytz.

«Nun stehen medienethische Fragen im Raum. Wir verurteilen klar die Veröffentlichung von privaten Bildern und Texten ohne Einwilligung», sagte die Berner Nationalrätin weiter.

«Talsohle durchschritten»

Mit der «NZZ am Sonntag» spricht die 52-Jährige über die Ziele der Partei für 2015. «Wir haben die Talsohle durchschritten.» Ziel sei es nun, die bisherigen Sitze zu halten und in einigen Kantonen wie Basel und Tessin zusätzliche Sitze zu gewinnen.

Thematisch setzt sich die Partei dafür ein, dass «die riskanten alten Atomkraftwerke abgeschaltet» werden. Zudem kämpfe man gegen neue Umweltrisiken wie Fracking, gegen die Verschwendung von Rohstoffen in der Wirtschaft und für die liberalen Grundrechte.

Die Pläne der SVP gegen Ausländer und Europa hälte Rytz «für Heuchelei im Quadrat». Die Partei wolle die rein wirtschaftliche Globalisierung vorantreiben, ohne soziale, ökologische, humanitäre und nun auch noch ohne völkerrechtliche Schranken. Die Schweiz solle offenbar zum Alpenreservat für Oligarchen werden. Sie sei der Überzeugung, dass die Schweiz auf verlässliche und faire Beziehungen zum Ausland angewiesen sei.

SDA/wid

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