Picasso-Erbin gehört neu zu den Reichsten

Die Liste der 300 Reichsten ist um einen prominenten Namen reicher: Neu dazu gehört die Picasso-Enkelin Marina Picasso. Neben ihr schafften Immobilienhändler und Onlinepioniere den Sprung in den exklusiven Club.

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Mirjam Comtesse

Auch dieses Jahr sind die 300 Reichsten der Schweiz noch reicher geworden. Ihr Gesamtvermögen wuchs um fast 19 Milliarden auf 613 Milliarden Franken an. Sie sind damit so reich wie noch nie, wie das Wirtschafts­magazin «Bilanz» in seinem jährlichen Rating festhält. Würde man ihr Vermögen als Weihnachtsgeschenk an die Schweizer Bevölkerung verteilen, erhielte jeder einen stolzen Batzen von rund 74 000 Franken.

Auf der Liste stehen insgesamt 13 neue Namen. Den berühmtesten trägt Marina Picasso. «Die Enkelin des Jahrhundertmalers Pablo Picasso hat von ihrem Grossvater Bilder und Zeichnungen im Wert von 1,5 bis 2 Milliarden Franken geerbt», schreibt die «Bilanz». Die 66-Jährige lebt schon seit Jahren im Genfer ­Vorort Cologny. Dass sie nun erstmals im Rating auftaucht, dürfte daran liegen, dass sie im vergangenen Jahr für rund 300 Millionen Franken Stücke aus ihrem Besitz verkauft hat.

Marina Picasso vor «Palette und Stierkopf», dem Gemälde ihres Grossvaters von 1938, das sie 2013 versteigern liess. Bild: AFP

Immobilien schenken ein

Die übrigen Neuen unter den Reichsten sind weniger bekannt. Auffällig ist aber, dass gleich drei Immobilienhändler erstmals aufgeführt werden. Dies sind der Walliser Stéphane Bonvin mit seiner Gesellschaft Investis, der Frankreich-Schweizer Jacky Lorenzetti mit seiner Franco-Suisse de Gestion sowie der Zürcher Ralph Winter mit Corestate.

Erfolgreich schlugen sich auch drei Onlinehändler, die ebenfalls neu im Ranking auftauchen: der Aargauer Dölf Früh, der die ­Onlinefirma Media Swiss Group mitaufgebaut hat, der St. Galler Carsten Koerl, dessen Firma Sportradar Spielstatistiken in Echtzeit anbietet, sowie der Wahlzürcher Niklas Östberg, der in Berlin die Essensbestellplattform Delivery Hero gegründet hat.

Hayeks verlieren viel Geld

Die Reichstenliste führt einmal mehr die Familie des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad an mit einem geschätzten Vermögen von 46 Milliarden Franken. Die drei Söhne Ingvar Kamprads, die den Möbelkonzern heute leiten, besitzen den Schweizer Pass.

Platz zwei und drei nehmen traditionsgemäss der Bierbaron Jorge Lemann und die Familien Hoffmann und Oeri ein. Das Vermögen der Roche-Erben hat sich allerdings um gut 2 Milliarden Franken reduziert. Der Grund dafür ist, dass die Aktien im ­Jahresvergleich mehr als zehn Prozent an Wert eingebüsst haben. Insgesamt gibt es nur kleine ­Verschiebungen in den Top Ten.

Zu den grossen Absteigern zählt mit einem Rückgang von über 1 Milliarde die Familie Hayek. Der stockende chinesische Markt, die ausbleibenden Touristen sowie der starke Franken machen ihrem Swatch-Konzern zu ­schaffen.

Das sind die reichsten 10 Schweizerinnen und Schweizer des Jahres.

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