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Optimisten dringend gesucht

BZ-Chefredaktor Peter Jost über das bundesrätliche Bekenntnis zur Olympiakandidatur.

In der heutigen Zeit trifft den Zeitgeist, wer die Durchführung Olympischer Spiele eine schlechte Idee findet. Man stört sich wahlweise am Machtgebaren grosser Sportverbände, an der Kommerzialisierung der olympischen Idee, an den negativen Auswirkungen auf die Umwelt, an den zu hohen Kosten oder an einer beliebigen Kombination dieser Argumente.

Dabei gibt es durchaus gute Gründe, die für eine Olympiakandidatur sprechen. Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung, zum Beispiel. Die Möglichkeit, sich der Weltöffentlichkeit über Wochen von der besten und schönsten Seite präsentieren zu können. Und den Imagegewinn, den perfekt organisierte und nachhaltig ausgerichtete Spiele in der Schweiz zweifellos mit sich bringen würden.

Nach dem Grundsatzentscheid des Bundesrates, der die Schweizer Kandidatur unterstützen will, sind jetzt in erster Linie Optimisten gefragt. Leute, die bereit sind, für die olympische Idee zu kämpfen. Das dezentrale Konzept unter Einbezug der bestehenden Infrastruktur ist bestechend. Aber es ist keine Garantie dafür, dass die Stimmbürger bei den nötigen kantonalen Abstimmungen auch ein Ja in die Urne legen werden. Den Olympiapromotoren muss es darum gelingen, in der Bevölkerung nicht nur das olympische Feuer zu entzünden, sondern es kräftig lodern zu lassen.

Die Abstimmungshürde wird für Sion 2026 wohl die höchste sein. Vor dem IOK dürften Sions Chancen nämlich ausgezeichnet stehen. Ernsthafte Konkurrenz ist Stand heute jedenfalls nicht in Sicht.

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