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«Ohne die CVP geht nichts»

Die CVP gewinnt im Stöckli keine Sitze hinzu. Trotzdem sieht der Politologe Claude Longchamp sie als Gewinnerin der Ständeratswahlen.

«Am Wahlabend geht oft vergessen, dass wir ein perfektes Zweikammernsystem haben. Und dass wir in einer direkten Demokratie leben»: Claude Longchamp. (Archiv)
«Am Wahlabend geht oft vergessen, dass wir ein perfektes Zweikammernsystem haben. Und dass wir in einer direkten Demokratie leben»: Claude Longchamp. (Archiv)
Keystone

Claude Longchamp, nach den Nationalratswahlen schrien alle: «Rechtsrutsch!» Wenn Sie die Ergebnisse der Ständeratswahlen anschauen, sind Sie noch immer dieser Meinung?

Natürlich nicht. Doch bei der Wahl der grossen Kammer war die Beurteilung nicht falsch: FDP und SVP haben erstmals seit 1922 wieder eine Mehrheit. Die SVP hat auf 200 Sitze 11 neue Sitze gewonnen. Das ist viel. Und vor allem hat es innerhalb der Parteien eine Bewegung nach rechts gegeben. Bürgerliche Politiker sind zum Beispiel auch in der CVP eher gestärkt worden. Trotzdem: Das politische System der Schweiz in ein Gesamtkunstwerk. Am Wahlabend geht oft vergessen, dass wir ein perfektes Zweikammernsystem haben. Und dass wir in einer direkten Demokratie leben. Einseitige Parlamentsentscheidungen werden relativ schnell korrigiert. Als 2003 Christoph Blocher und Hans-Rudolf Merz Bundesräte wurden, verloren Parlament und Bundesrat die ersten acht Volksabstimmungen.

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