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Öffentliches WLAN soll Antennen entlasten

Viele Handy-Antennen in der Schweiz sind voll ausgelastet. Um die Kapazitäten für die mobile Datenübertragung auszubauen, will der Bund mehr öffentliche WLAN-Sender.

Für alle nutzbar: In Bussen gibt es die Möglichkeit, über das WLAN online zu gehen. (Symbolbild, 4. Dezember 2012)
Für alle nutzbar: In Bussen gibt es die Möglichkeit, über das WLAN online zu gehen. (Symbolbild, 4. Dezember 2012)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Ende Jahr gibt es in der Schweiz gegen 20‘000 Handyantennen. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag» mit Verweis auf Zahlen des Bundesamts für Kommunikation. Im letzten Jahr sind dabei so viele Antennen gebaut worden, wie seit Jahren nicht mehr. Die Swisscom beobachtet, dass der Widerstand aus der Bevölkerung gegen neue Antennen abnimmt: «Das Einspracheniveau ist hoch, aber tendenziell tatsächlich etwas zurückgegangen», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze dem Blatt.

Lockerung erwünscht

Beim Mobilfunkbetreiber Salt gehen in etwa 30 Prozent der Baugesuche Einsprachen ein. Das Schweizer Handynetz ist mittlerweile am Anschlag. Bereits 6000 Antennen sind voll ausgelastet, wie der Bundesrat anfangs Jahr in einem Bericht schrieb. Die Mobilfunkbetreiber wollen deshalb, dass die im Vergleich zur EU zehnmal strengeren Grenzwerte gelockert werden. Nun präsentiert das Bundesamt für Umwelt einen alternativen Lösungsvorschlag. Öffentliche WLAN-Netze wie in St. Gallen seien zukunftsweisend, heisst es in einem Magazin des Bundesamts.

Mit WLAN-Netzen könnten die Kapazitäten für die mobile Datenübertragung ausgebaut werden, ohne die Strahlenbelastung zu erhöhen. Für die vergleichsweise schwachen WLAN-Sender braucht es zudem keine Baubewilligung. Bei den Mobilfunkbetreibern stösst diese Idee auf mässige Begeisterung: In der Praxis seien solche von den Steuerzahlern finanzierten Netze nicht eben erfolgreich, sagt Swisscom-Sprecher Schulze in der «Schweiz am Sonntag». «Es wurden einige solcher Netze gerade von Städten angekündigt, aber nur teilweise realisiert.» Die Erfahrung zeige, dass die wenigsten kommerziell erfolgreich seien.

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