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«Natürlich schaden Kritiker im eigenen Lager»

«Kritiker im eigenen Lager schaden immer», sagt Luzian Franzini über den mangelnden Support in linken Kreisen.

Das Volk verwirft die Zersiedelungsinitiative wuchtig. Was überrascht Sie mehr: das Nein an sich oder das überaus klare Verdikt?

Wie erklären Sie sich diese deutliche Niederlage?

Sie selber haben ebenfalls Verwirrung gestiftet: Sie haben fälschlicherweise behauptet, der Kanton Zürich kenne ein System mit dem Abtausch von Bauzonen bereits – also genau das, was Ihre Seite zur Umsetzung der Initiative für das ganze Land vorgeschlagen hat.

Sie haben die unterschiedlichen Geldmittel beklagt. So reagieren Verlierer, wenn sie nicht über die wahren Gründe für ihre Schlappe sprechen möchten.

Die Wahrheit ist wohl: Die Initiative war der Mehrheit schlicht zu radikal.

Sie hatten wichtige Akteure nicht an Bord, zum Beispiel die Stiftung für Landschaftsschutz, den Städteverband oder Teile der SP im Parlament. Wie sehr hat das Ihrem Anliegen geschadet?

Sie glauben tatsächlich, dass diese Risse im linken Lager ihrer Initiative nicht geschadet haben?

Warum haben Sie es nicht geschafft, gerade diese Kreise zu überzeugen?

Das klare Nein könnten die Gegner nun als Zeichen gegen eine strenge Raumplanung interpretieren. Haben die Jungen Grünen ein Eigengoal geschossen?

Als Nächstes will das Parlament das Bauen ausserhalb der Bauzonen besser regeln. Der bundesrätliche Entwurf lässt den Kantonen beim Bauen ausserhalb der Bauzonen aber viel Spielraum

Sie haben heute in der Sache verloren, persönlich aber womöglich gewonnen: Sie hatten dank der Initiative viele Auftritte, die sie national bekannt gemacht haben. War das nun der Auftakt zu einer Politkarriere in Bundesbern?