Zum Hauptinhalt springen

Nationalrat lässt Pendler in den eigenen Reihen abblitzen

Damit junge Eltern während der Session zu Hause übernachten können, forderte ein Vorstoss einen späteren Sitzungsbeginn. Im Rat fanden aber andere Argumente Gehör.

Ist meist weder um 8 noch um 8.15 Uhr voll besetzt: Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern.
Ist meist weder um 8 noch um 8.15 Uhr voll besetzt: Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern.
Keystone

«Bei mir knurrt regelmässig ab 20 Uhr der Magen», erklärte der Thurgauer SVP-Nationalrat Alexander Baumann vor acht Jahren in der grossen Kammer. Seine Sorge galt den Folgen eines späteren Sitzungsbeginns. Beginne der Nationalrat seine Sitzungen jeweils erst um 8.15 Uhr statt um 8 Uhr, dann bedeute dies einen Verlust an Sitzungszeit von zehnmal fünfzehn Minuten pro Session, rechnete Baumann damals vor: «Das sind 150 Minuten, das sind zweieinhalb Stunden.» Und ebendiese zweieinhalb Stunden, so Baumanns Befürchtung, würden dann eben am Abend angehängt, wenn man sich nicht mehr konzentrieren könne.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.