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Misstöne bei Bundesauftrag

Ein vom Kanton Aargau finanzierter Verein erhielt den Zuschlag für einen Auftrag des Eidgenössischen Personalamts. Private Firmen hatten das Nachsehen.

Für 695 000 Franken hat das Eidgenössische Personalamt (EPA) im Februar Anbieter für drei Kursmodule gesucht. Die Kurse «Mein Potenzial, meine Laufbahn», «Zukunftsplanung in der Lebensmitte» und «Bilan et projets à mi parcours» sollen es Bundesangestellten ermöglichen, berufliche Entwicklungsperspektiven zu erkennen. Anfang Juli hat das EPA bekannt gegeben, dass der Beratungsdienst für Ausbildung und Beruf Aargau den Zuschlag für die ersten beiden Module erhalten hat. Das dritte Modul ging an die Pro Senectute Waadt. Laut EPA haben sich fünf Anbieter um das erste Modul und vier Anbieter um das zweite Modul beworben. Die Wahl fiel schliesslich auf die Aargauer Stelle. Als Begründung steht auf der Vergabedatenbank Simap.ch: «Ausschlaggebend war insbesondere der günstigste Preis des Angebots.»

Damit kommt der als Verein organisierte Aargauer Beratungsdienst zu einem Bundesauftrag von 432 000 Franken. Die beiden Kursmodule umfassen von 2016 bis längstens 2023 total 410 Kurstage. Der Verein kann das Geld gebrauchen: Wegen Sparvorgaben des Kantons musste er unlängst die Standorte Zofingen und Bad Zurzach schliessen.

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