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Millionenbetrug: Chefbuchhalterin angeklagt

Die frühere Chefbuchhalterin der Swatch-Tochter ETA SA in Grenchen soll fast fünf Millionen Franken veruntreut haben.

Zur Last gelegt werden der Frau zahlreiche Bargeldbezüge zwischen Oktober 2000 und Oktober 2006 bei der Kasse der ETA Grenchen, wie die Staatsanwaltschaft Solothurn heute mitteilte. Eine interne Untersuchung hatte die Unregelmässigkeiten zu Tage gebracht.

Vorgworfen werden der Frau von der Anklage gewerbsmässiger Betrug, mehrfache Veruntreuung, mehrfache Urkundenfälschung und gewerbsmässige Geldwäscherei. Sie hatte nach der Festnahme im Oktober 2006 die unrechtmässigen Geldbezüge weitgehend gestanden.

Buchhaltung manipuliert

Gemäss Anklage soll die Frau gegenüber den Kassenverantwortlichen jeweils vorgetäuscht haben, die Gelder für Geschäftszwecke zu verwenden. Durch gezielte Manipulationen in der Buchhaltung habe sie die unrechtmässigen Bezüge vertuscht.

Vorgeworfen werden ihr zudem, nach der Festnahme rund 2 Millionen Franken verheimlicht zu haben, damit diese nicht von der Strafjustizbehörden hätten beschlagnahmt werden können.

Aufwendiger Lebensstil

Die restlichen 2,8 Millionen Franken habe die Beschuldigte weitgehend zur Finanzierung ihres aufwendigen Lebensstils verwendet, hält die Anklage fest. Im Verlaufe des Strafverfahrens seien noch rund eine halbe Million Franken beschlagnahmt worden.

Durch die Verwertung zahlreicher Luxusgüter wurde ein Erlös von 300'000 Franken erzielt. Zudem wurde die Liegenschaft der Angeklagten in Grenchen beschlagnahmt. Verantworten muss sich die ehemalige ETA-Chefbuchhalterin vor Amtsgericht Solothurn-Lebern.

SDA/vin

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