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An der Schweizer Grenze warteten drei Polizisten: Aussteigen!

Die 72-jährige Anni Lanz wollte einen Afghanen aus Italien in die Schweiz fahren – und wurde so zur Gesetzesbrecherin.

Anni Lanz, Aktivistin und Gesetzesbrecherin: Die Rechte der Schwachen sind ihr Lebensthema. Foto: Fabian Hugo (13 Photo)

Anni Lanz, Aktivistin und Gesetzesbrecherin: Die Rechte der Schwachen sind ihr Lebensthema. Foto: Fabian Hugo (13 Photo)

David Hesse@HesseTA

Anni Lanz war am Morgen im Gefängnis. Ausschaffungsgefängnis Bässlergut in Basel, direkt an der deutschen Grenze. Seit über zehn Jahren besucht sie dort Häftlinge, Marokkaner, Togolesen, Tschetschenen, sie organisiert Anwälte, verfasst Beschwerden, manchmal fragt sie auch nur, wie es den Inhaftierten geht. Lanz und ihre Helfer sind vom Solidaritätsnetz Basel, Motto: «Menschenwürde braucht keine Papiere.» Nun ist die Besuchszeit um, sie wartet am Bahnhof Basel SBB auf den Zug, der sie heim in den Jura bringt.

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