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Mehr Georgier beim Stehlen erwischt

Die Zahl der Asylbewerber aus Georgien in der Schweiz hat im Spätsommer massiv zugenommen. Zugleich fallen vermehrt Georgier mit Einbrüchen und Diebstählen auf.

Georgier machen derzeit mit spektakulären Aktionen von sich reden. Einer wurde im zürcherischen Seuzach nach einem misslungenen Einbruch vom Hausbesitzer an einen Pfahl gefesselt. Im luzernischen Schüpfheim löste sich bei der Verhaftung dreier Georgier ein Schuss aus einer Polizeiwaffe. Doch das waren nur die spektakulärsten Fälle. Es gibt viel mehr.

Tauchten Georgier bis anhin selten in Polizeimeldungen auf, sind allein im Oktober in den Kantonen Zürich, Luzern, St. Gallen und Thurgau 10 georgische Einbrecher verhaftet worden. Kommt dazu: In Luzern und Zürich sind innert zwei Wochen 8 Ladendiebe aus Georgien festgenommen worden. Sie stahlen bevorzugt Zigaretten und Spirituosen. Noch gibt es keine detaillierten Zahlen, aber die Polizeimeldungen zeigen: Georgier treiben in der Schweiz vermehrt ihr Unwesen.

Für alle oben genannten Täter gilt: Sie sind jung, männlich und in ihrer «Heimat verfolgt», wie es ein Polizeisprecher ausdrückt. «Während andere Nationalitäten auf Drogenhandel spezialisiert sind, haben die Georgier eher den Ruf, Einbrüche und Diebstähle zu begehen», sagt ein Beamter im Asylwesen, der nicht genannt werden möchte.

Alle Verdächtigen sind Asylbewerber

Auch sonst will sich offiziell niemand darüber auslassen. Aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Zunahme der Delikte von Georgiern stimmt mit den Entwicklungen im Asylwesen überein. Im dritten Quartal ist die Zahl der Asylbewerber aus Georgien laut Statistik des Bundesamtes für Migration im Vergleich zum Vorjahr um 98 Personen auf 165 gestiegen. Das bedeutet eine Zunahme um 146 Prozent. Momentan belegen die Georgier in der Asylstatistik den siebten Rang. Die in den letzten drei Wochen erwischten Georgier hatten alle ein Asylgesuch hängig, wie die Ermittlungsbehörden auf Anfrage bestätigten. Von den 289 Georgiern, die Ende September in einem laufenden Asylverfahren waren, sind damit rund sechs Prozent binnen der ersten drei Oktoberwochen festgenommen worden.

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