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«Manchmal schäme ich mich für meine Partei»

Gewalt in der Beziehung trifft in der Schweiz nach Schätzungen von Fachleuten etwa jede fünfte Frau. Die 17 Frauenhäuser mussten in den vergangenen Jahren im Schnitt jede zweite Schutzbedürftige aus Platzgründen an eine andere Institution weiterverweisen. Trotzdem sparen die Kantone bei Frauenhäusern.
Zum Beispiel der Kanton St. Gallen, der diesen Sommer den Beitrag an Institutionen für Schutzbedürftige um 200'000 Franken gekürzt hat. SVP-Fraktionschef Michael Götte verteidigt die Sparmassnahme: «Man hat uns versichert, dass das Frauenhaus weiterbestehen werde. Die Kürzung ist nicht dramatisch.» Ausserdem sei es an den Gemeinden, diese Kosten zu tragen. Als Tübacher Gemeindepräsident sei er in dieser Hinsicht von der Sparmassnahme ebenfalls betroffen.
Im Kanton Schaffhausen wurde das Frauenhaus gleich ganz geschlossen – aus organisatorischen Gründen. Nachdem die Belegungszahlen gesunken sind, lohnt sich der aufwendige Betrieb für die oft anspruchsvollen Fälle nicht mehr, die Frauen aus dem Thurgau und Schaffhausen werden nach Winterthur gebracht. Das sei sinnvoll, sagt die Schaffhauser SP-Kantonsrätin Martina Munz (links). Munz sitzt seit der Herbstsession 2013 auch im Nationalrat, wo sie Hans-Jürg Fehr ersetzt. SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr (rechts im Bild) kündigt auf Anfrage von  an, die Kantone bei der Unterstützung Schutzbedürftiger stärker in die Pflicht nehmen zu wollen.
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