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«Man soll junge Sozialhilfebezüger anders behandeln als alte»

«Einen Ausgleich finden zwischen Finanzierbarkeit, sozialer Sicherheit und Vermeidung von negativen Anreizen»: Christoph Schaltegger befasst sich mit den Nebenwirkungen des schweizerischen Sozialsystems.

In Ihrer Studie stellen Sie die einheitliche Behandlung der Sozialfälle infrage und schreiben, eine stärkere Leistungsabstufung nach Bezügertyp und Alter sollte ins Auge gefasst werden. Wie stellen Sie sich das vor?

Im Kanton Zürich hat sich um den früheren Nationalrat Ulrich Schlüer eine Gruppe von SVP-Politikern gebildet, die die Sozialhilfe reformieren wollen. Die Leistungen sollen von bisher bezahlten Steuern und AHV-Abgaben abhängen. Was halten Sie davon?

Das wird er aber nicht, denn es gelten einheitliche Standards.

Was ist wichtiger: Schutz vor Willkür oder das Ausschöpfen des Potenzials?

Die Gemeinden sollen mehr Spielraum haben im Fürsorgewesen?

«Jede Bedarfsleistung, so gut sie auch ausgebaut ist, beinhaltet immer ein moralisches Risiko.»

Was ist die Lösung? Sollen die Bürgerorte wieder für ihre Sozialfälle aufkommen?

Sie schreiben in Ihrer Studie über das «moralische Risiko», das auf den Leistungssystemen laste.

Die Sozialhilfe führt immer wieder zu Diskussionen. Sie haben nun einen Überblick über alle Sozialwerke und ihre negativen Anreize. Wie gerechtfertigt ist der Fokus auf die Sozialhilfe?

Baselland ist daran, den Grundbedarf in der Sozialhilfe um ein Drittel zu kürzen. SVP-Landrat Peter Riebli, der das initiiert hat, beruft sich auf Ihre Studie. Stört es Sie, wenn sich Politiker vom rechten Rand auf Sie berufen?