Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Man kann Reformator Martin Luther als Populisten bezeichnen»

Herr Reinhardt, ist Ihnen der ­Reformator Martin Luther ­sympathisch?

Wenn Sie den Wissenschaftler in Ihnen mal beiseitelassen, spüren Sie dann eine Faszination, die von Luther ausgeht?

Toleranz kannte man vor 500 Jahren nicht?

Sind Sie als Professor in der ­katholischen Stadt Freiburg eigentlich ein Luther-Kritiker?

Was hat Sie angetrieben, ein Buch über Luther als Ketzer, über Luther aus der Sicht des Vatikans zu schreiben? Wollen Sie das Denkmal Luther stürzen?

Nehmen Sie uns mit ins 16. Jahrhundert. Wie konnte es sein, dass damals ein unbekannter Mönch im Alleingang den Papst und den Kaiser herausforderte und die Kirche spaltete?

Wie funktionierte ein Kommunikator vor 500 Jahren? Die Leute konnten doch die 95 Thesen, die er in Wittenberg an die Kirchentür nagelte, gar nicht lesen.

Wie brachte Luther solche Provokationen unter die Analphabeten?

Würde er heute twittern wie Donald Trump?

Geben Sie uns ein Beispiel?

Schürte der Populist Luther schon damals den Zorn auf die Eliten?

War Luther ein Revolutionär, der eine moderne Ära lancierte?

Islamisten behaupten, den ­ursprünglichen, wahren Islam wiederherstellen zu wollen. War schon Luther ein Fundamentalist?

Der Mann hatte offenbar ein mächtiges Selbstbewusstein.

Woher?

Und was sagen Sie?

Kannte Luther keine ­Selbstzweifel?

Könnte man ihn heute als ­Hassprediger bezeichnen?

Haben Sie für Ihr Buch in Rom neue Dokumente gefunden, die Luther aus der Sicht des Vatikans zeigen?

Unterschätzte der Vatikan Luthers Aufstieg, ähnlich wie die etablierten Parteien Donald Trump unterschätzten?

Warum wurde Luther nicht als Ketzer verbrannt?

Luther geriet in diese Kontroverse?

Stellen Sie in Ihrem Buch deshalb die These auf, in der Reformation gehe es gar nicht um einen theologischen, sondern einen politischen Konflikt?

Die katholische Kirche hat von Luther gelernt und sich reformiert. Müsste sie Luther eigentlich dankbar sein und ihn heiligsprechen?

Wenn Sie von heute aus zurückblicken, war die Reformation eine grosse historische Zäsur?

Wem geben Sie bessere Überlebenschancen, der katholischen oder der reformierten Kirche?

Die reformierte Kirche wirkt heute lahm, angepasst, sie verliert Mitglieder. Wo ist das Feuer der Reformation geblieben?

Worauf müsste sich die reformierte Kirche wieder besinnen?

Kennen Sie diese Heilsangst auch?