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Lösungsvorschläge der Parteien

SVP

Wettbewerb: Die SVP sieht im 1996 eingeführten Krankenversicherungsgesetz die Ursache für die Kostenexplosion. Das Gesundheitswesen sei ein Selbstbedienungsladen. Die Partei fordert mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung der Versicherten. Für Asylbewerber und vorläufig Aufgenommene verlangt die SVP eine Versicherung mit reduziertem Leistungskatalog.

SP

Prämieninitiative: Die SP will mit einer Volksinitiative erreichen, dass kein Haushalt mehr als 10 Prozent des verfügbaren Einkommens für die Prämien aufwenden muss. Das Ziel soll durch einen Ausbau der Prämienverbilligung erreicht werden. Die SP fordert eine Stärkung des öffentlichen Gesundheitsangebots anstelle von Wettbewerb und Privatisierung.

FDP

Eigenverantwortung: Die FDP will den Patienten durch höhere Franchisen mehr Eigenverantwortung übertragen. Langfristig soll die obligatorische Versicherung nur noch Grossrisiken tragen. Die Kosten für harmlose Erkrankungen und kurze Spitalaufenthalte sollen mit einem Gesundheitskonto finanziert werden, das freiwillig ist und analog zur 3. Säule funktioniert.

CVP

Kostenbremse: Die CVP will mit einer Volksinitiative eine Kostenbremse einführen. Sobald die Gesundheitskosten einen bestimmten Wert überschreiten, müsste der Bundesrat Massnahmen wie Tarifkürzungen ergreifen. Zudem sollen ambulante und stationäre Behandlungen mit einem einheitlichen Kantonsbeitrag finanziert werden, um Fehlanreize zu beseitigen.

Grüne

Solidarität: Die Grünen verlangen einen Ausbau der Prämienverbilligung für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, damit die Gesundheitsversorgung erschwinglich bleibt. Die Grünen sehen im Wettbewerb eine Gefahr für ärmere, betagte, psychisch und chronisch kranke Menschen. Sie fordern mehr Prävention und gesunde Lebensbedingungen für alle.

GLP

Koordination: Die GLP will Eigenverantwortung und Prävention fördern und so die medizinische Versorgung für alle sicherstellen. Die Partei hinterfragt den Zwang für die Kassen, alle Leistungserbringer unter Vertrag zu nehmen. Spitzenmedizin soll stärker zentralisiert und das medizinische Angebot unter den Kantonen besser koordiniert werden.

BDP

Hausarztmedizin: Die BDP will die Hausärzte fördern und dazu die Rahmenbedingungen für die Grundversorger verbessern. Zudem fordert die Partei mehr Kosten- und Qualitätstransparenz bei den Spitälern. Die hoch spezialisierte Medizin soll auf weniger Standorte als heute verteilt werden, um Kosten zu senken und die Qualität zu erhöhen.

(br)

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