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Lieber spät als unmotiviert

Für den nationalen Zusammenhalt zählt nicht, wann die Kinder andere Landessprachen lernen. Sondern dass sie sie lernen.

Von René Lenzin

Der Bund wird eingreifen, wenn sich ein Teil der Kantone weigert, bereits in der Primarschule eine zweite Landessprache zu unterrichten. Das hat Innenminister Alain Berset im Parlament klargemacht. Er hat das Recht dazu. Volk und Stände haben dem Bund mit dem Sprachen- und mit dem Schulharmonisierungsartikel das Mandat dazu erteilt. Nur: Hat er auch recht damit?

Ich gehöre zu den Bürgern, die sich in allen drei grossen Landessprachen verständigen können, und ich finde es bedauerlich und gefährlich für die Schweiz, dass diese Gattung auszusterben scheint. Trotzdem finde ich es falsch, die Frage des Frühfranzösisch in der Deutschschweiz – und des Frühdeutsch in der Romandie – zu einer Existenzfrage für den nationalen Zusammenhalt zu machen.

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