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Libyen-Krise: Wie die Schweiz eine Swiss-Angestellte freipresste

US-Depeschen auf Wikileaks zeigen, dass die Schweiz medizinische Versorgung gegen Visa tauschte. Der Schweizer Botschafter in Tripolis lästerte darüber.

Depesche vom 2. 12. 2008 des US-Botschafters in Tripolis.
Depesche vom 2. 12. 2008 des US-Botschafters in Tripolis.
Wikileaks

Nach der Verhaftung Hannibal Ghadhafis in Genf setzte Libyen neben Max Göldi und Rachid Hamdani noch weitere Schweizer fest. Unter ihnen auch die Landesmanagerin der Fluggesellschaft Swiss in Libyen. Die Frau sass über einen Monat in Tripolis fest und erhielt weder eine Aufenthalts- noch eine Ausreisebewilligung. In diesem papierlosen Zustand war die Frau ein leichtes Opfer für Repressionsmassnahmen, wie sie auch die anderen beiden Schweizer Geiseln erdulden mussten. Nach einem Monat der Unsicherheit erhielt die Frau die benötigten Papiere und eine Aufenthaltsbewilligung für ein Jahr.

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