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Lehrer sind schlecht in Französisch

Studenten an den Pädagogischen Hochschulen brauchen Nachhilfe in der zweiten Landessprache. Der Unterricht an den Gymnasien müsse besser werden, fordert die PH Zürich.

Lehrer müssen Sprachen büffeln: Eine angehende Pädagogin unterrichtet Sechstklässler im Schulhaus Neufeld in Thun. (5.3.2015)
Lehrer müssen Sprachen büffeln: Eine angehende Pädagogin unterrichtet Sechstklässler im Schulhaus Neufeld in Thun. (5.3.2015)
Peter Schneider, Keystone

Studenten der Pädagogischen Hochschulen (PH) können die zweite Landessprache nicht und müssen Crashkurse besuchen, berichtet die «SonntagsZeitung». An der PH Zürich fielen beim letzten Französisch-Einstufungstest 15 Prozent der Anwärter durch die Prüfung und mussten ins interne Französisch-Tutorat, um die Defizite auszubügeln.

Noch angespannter ist die Situation an der PH Bern. Hier erreicht derzeit «die Mehrheit das geforderte Minimalniveau nicht», sagt Daniel Steiner, Leiter des Instituts Vorschul- und Primarstufe, gegenüber der «SonntagsZeitung». Auch an der PH Nordwestschweiz (Teil der FHNW) ist Nachsitzen angesagt: 18 Prozent der Studenten rasselten beim Zulassungstest für das Französisch-Praktikum in der Romandie durch die Prüfung – also jeder Sechste.

PHs fordern besseren Unterricht an Gymnasien

Der Unmut an den Pädagogischen Hochschulen über die dürftigen Kenntnisse der zweiten Landessprache steigt. Da die meisten Studenten das Gymnasium absolviert haben, müsse der Französischunterricht an den Mittelschulen dringend überprüft werden, fordert Chistoph Suter, Bereichsleiter Sprachen Primarstufe an der PH Zürich: «An den Gymnasien muss man jetzt mehr ins Französisch investieren.» Auch sei zu prüfen, ob es Anpassungen bei der Eidgenössischen Maturitätsverordnung brauche, die derzeit nicht konkret festlege, welche Sprachkompetenz erreicht werden müsse, sagt Suter weiter.

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