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«Lässt sich im Gesundheitswesen sparen, Herr Prêtre?»

Der Streit um die Spitzenmedizin spielt sich auf der falschen Ebene ab, sagt der Kinderherzchirurg René Prêtre, der Schweizer des Jahres 2010. Es wird um Prestige gekämpft statt über Strukturen diskutiert.

«Wenn nicht operiert wird, ist es nicht eine Frage des Geldes sondern der Philosophie. Ich selber bin dagegen, immer alles zu machen», sagt René Prêtre.
«Wenn nicht operiert wird, ist es nicht eine Frage des Geldes sondern der Philosophie. Ich selber bin dagegen, immer alles zu machen», sagt René Prêtre.
Gianmarco Castelberg

Haben Sie es genossen, Schweizer des Jahres zu sein? Es ist eine grosse Ehre. Auch meine Eltern sind sehr stolz, sie sind Patrioten. Meine Mutter hat alle Artikel gesammelt, die über mich erschienen sind.

Wie man lesen konnte, waren Sie an diversen Promi-Anlässen. Hat Ihr Ehrenamt Sie auch zu den einfachen Menschen in unserem Land geführt? Mein Dorf Bouncourt hat mich empfangen. Ich bin dort auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ich bin ein Landbub, im Jura hat es mir immer gefallen. Obwohl es ein armer Kanton ist, beklagen sich die Leute wenig, sie versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Einige Male habe ich Gymnasien besucht, und auch Banken und Unternehmerforen haben mich für Vorträge eingeladen.

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