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Krach statt Kollegialität

Nach den Bundesratswahlen vom vergangenen Mittwoch wurde von Konkordanz und Neubeginn gesprochen. Was dann aber gestern folgte, ist teilweise äusserst unverständlich. Eine Analyse.

Neue Sitzordnung: Bundesrat.
Neue Sitzordnung: Bundesrat.

Eveline Widmer-Schlumpf wechselt noch rasch vom Justiz- ins Finanzdepartement – ein Jahr bloss, bevor sich ihr Schicksal als Bundesrätin einer Splitterpartei entscheidet. Doris Leuthard nimmt der SP das Umweltdepartement weg. Simonetta Sommaruga wird von der Mehrheit ihrer Kolleginnen und Kollegen, auch vom neu gewählten Johann Schneider-Ammann, ins Justizdepartement abgeschoben. SP und SVP sind erzürnt. SP-Präsident Levrat redet sich in Rage und fühlt sich verraten. Die bürgerliche Mitte, die seit Jahren Wähler verliert, setzt sich gegen die starken Pole rechts und links durch. Sie besetzt nun mit dem Uvek (Leuthard), den Finanzen (Widmer-Schlumpf), dem Innen- (Burkhalter) und dem Volkswirtschaftsdepartement (Schneider-Ammann) vier strategisch zentrale Bereiche.

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