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Korruptionsexperte: «Der Bundesrat liegt falsch»

Bei der Vergabe von Schürfrechten im Konto ist möglicherweise Schmiergeld geflossen.

Der dubiose Geschäftsmann Dan Gertler half mit, dass der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore billig zu Schürfrechten in kongolesischen Minen kam. Der Verdacht besteht, dass Schmiergeld floss. Glencore stimmte gemäss den Paradise Papers dem Engagement ­Gertlers zu. Handelte die Firma kriminell?

Also gibt es keinen Ansatzpunkt für die Bundesanwaltschaft?

Sie sind der Meinung, seit 2007 müssten bei Glencore im Zusammenhang mit Gertler die Alarmglocken läuten. Warum?

Oft bleiben am Ende nur kleine Fische im Netz der Justiz hängen. Besteht überhaupt die Chance für eine Verurteilung?

Die Muster ähneln sich. Firmen betonen, sie hielten sämtliche rechtsstaatliche Regeln ein. Doch für externe Berater oder Vermittler gilt dies offenbar nicht. Sind die Firmen damit aus dem Schneider?

Offshorefirmen, die auch dieses Mal wieder eine Rolle spielen, sind zwar legal, dienen aber zur Verschleierung von Zahlungen oder zur Vermeidung von Steuern. Gibt es ein Rezept dagegen?

Sie verlangen also eine Art internationales Handels­register?

NGOs warnen, aus der Schweiz operierende Rohstofffirmen seien ein Risiko für die Schweiz. Teilen Sie diese Ansicht?

Welchen denn?

Ist dem nicht so?

Der Bundesrat bremst. ­Verstehen Sie das?

Analog zum Bankgeheimnis?

Kritiker sagen, sobald man in der Schweiz die Schrauben anziehe, würden Rohstofffirmen zum Beispiel nach Singapur oder Hongkong abwandern.

Sie sind Korruptionsexperte. ­Erstaunen Sie solche Enthüllungen wie jene in den Paradise Papers eigentlich noch?

Besteht überhaupt Hoffnung auf Besserung?