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Konsequent anschnallen und 30 Leben retten

Neun von zehn Autolenkern schnallen sich zwar an – aber nicht überall. Die Schweiz hat diesbezüglich noch einen langen Weg vor sich, um zu den Nachbarländern aufzuschliessen.

In Schweizer Autos schnallt sich jeder vierte Passagier auf dem Rücksitz nicht an. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gurtentragquote bei den Rücksitzpassagieren schweizweit gesunken. Das hat eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) ergeben.

Die Gurtentragquote von 72 Prozent bei den Passagieren auf dem Rücksitz sei unbefriedigend tief, teilte die BfU mit. Das Gurtenobligatorium auf dem Rücksitz wird den Zahlen zufolge zunehmend missachtet: 2011 hatten sich noch 79 Prozent der Passagiere auf den Rücksitzen angeschnallt; 2012 waren es 77 Prozent gewesen.

Bei den Autolenkern und ihren Beifahrern blieb die Gurtentragquote hingegen stabil: Gut neun von zehn schnallen sich an. In der Deutschschweiz respektieren 92 Prozent der Lenker das Gurtenobligatorium, in der Romandie 89 Prozent und im Tessin 81 Prozent.

Innerorts schnallen sich viele nicht an

Grosse Unterschiede bestehen in verschiedenen Ortslagen: Während sich auf Autobahnen 97 Prozent der Lenker angurten, sind es ausserorts noch 93 Prozent und innerorts nur 88 Prozent.

Das Unfallrisiko entspreche aber keineswegs der subjektiv empfundenen Gefahr, warnt die BfU. Auf Innerortsstrassen seien 2012 mehr als doppelt so viele Fahrzeuginsassen verunfallt als auf Autobahnen. Das Gurtentragen sollte deshalb gerade auch auf kurzen Innerortsstrecken eine Selbstverständlichkeit sein, schreibt die BfU.

Noch ein langer Weg

Die Schweiz habe noch einen langen Weg vor sich, um zu den Nachbarländern aufzuschliessen, heisst es im Communiqué. In Deutschland schnallten sich 2011 innerorts 98 Prozent der Autolenker an, in Frankreich waren es 96 Prozent, in der Schweiz lediglich 88 Prozent.

Der Sicherheitsgurt gehöre nach wie vor zu den wichtigsten Lebensrettern im Strassenverkehr, mahnt die BfU. Würden sich alle Fahrzeuginsassen konsequent anschnallen, könnten in der Schweiz jährlich rund 30 Leben gerettet und 60 schwere Verletzungen vermieden werden.

Für die Erhebung wurden an insgesamt 73 Zählstellen in der ganzen Schweiz rund 45'000 Personenwagen mit Schweizer Kontrollzeichen erfasst.

SDA/bru

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