Klimaaktivisten ziehen vor Gericht

Die verurteilten Zürcher und Basler Demonstranten fechten ihre Strafen an. Damit wird es in beiden Städten eine Prozess-Serie geben.

Wurden daraufhin verhaftet: Am 8. Juli 2019 blockierten Klima-Aktivisten die Eingänge von Schweizer Grossbanken in Zürich und Basel.

Zahlreiche Klimaaktivisten, die in Zürich und Basel die Eingänge von Credit Suisse und UBS blockiert hatten, ziehen vor Gericht. Sie akzeptieren ihre Bestrafungen nicht und fechten die Strafbefehle an. Damit kommt es in beiden Städten zu Gerichtsprozessen.

Die festgenommenen Demonstrantinnen und Demonstranten wurden wegen Nötigung, einige zusätzlich auch noch wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Hinderung einer Amtshandlung zu bedingten Geldstrafen verurteilt.

Dies wollen sie aber nicht akzeptieren und legen Rekurs ein, wie sie am Freitag mitteilten. Das Collective Climate Justice schreibt, dass die Strafbefehle aufgehoben werden müssten. Damit wird es in Zürich und Basel in den kommenden Monaten eine ganze Prozess-Serie geben.

In Zürich sitzt ein Aktivist nach wie vor in Untersuchungshaft, weil seine Identität nicht festgestellt werden kann. Wann er entlassen wird, ist offen.

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Die Klimaaktivisten hatten vergangene Woche die Eingänge zur Credit Suisse (CS) am Zürcher Paradeplatz besetzt und in Basel die Eingänge zu einem UBS-Bürogebäude beim Aeschenplatz.

Der Protest richtete sich gegen die Finanzierung klimaschädlicher Aktivitäten durch Schweizer Grossbanken. Konkret forderte die Aktivisten-Gruppe vom Schweizer Finanzplatz den sofortigen Ausstieg aus der Finanzierung von Kohle-, Öl- und Gasförderung.

Die Polizei griff ein und nahm in Zürich 64 Personen vorläufig fest, 61 Erwachsene und drei Jugendliche. In Basel wurden 19 Aktivistinnen und Aktivisten verhaftet.


Und plötzlich wird der Weltuntergang zum Politthema Die Klimaschützer greifen zu Aktionen, die im Kampf gegen brutale Regimes entwickelt wurden. Das passt zum Problem.


anf/sda

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