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Adolf Ogi: «Ich war ein Tabubrecher»

Adolf Ogi ist 75 und gut drauf. Entspannt blickt er vor der wilden Kulisse des Gasterntals zurück auf seine erstaunliche Politlaufbahn.

Naturbursche und Naturtalent des öffentlichen Auftritts: Adolf Ogi (75) in seinen Bergen.

Naturbursche und Naturtalent des öffentlichen Auftritts: Adolf Ogi (75) in seinen Bergen.

(Bild: Christian Pfander)

Herr Ogi, es gibt ein paar Dinge, die ich Sie schon immer fragen wollte. Vor allem: Haben Sie den legendären Ausspruch «Freude herrscht» spontan erfunden?Adolf Ogi: Ich hatte keinen solchen Spruch vorbereitet, als ich 1992 mit dem Schweizer Astronauten Claude Nicollier im Weltraum telefonierte. Ich habe «Freude herrscht» auch nicht im Globi-Buch abgeschrieben, wie einige vermuteten. Die Worte kamen mir ganz spontan in den Sinn, weil ich wütend war. Auf die Nasa und die ESA, die mir schriftlich vorgaben, worüber ich mit Nicollier reden dürfe. Als Vizepräsident des Bundesrats lasse ich mir doch nicht von Raumfahrtbehörden diktieren, was ich mit einem Landsmann berede.

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