Zum Hauptinhalt springen

Keine Romantisierung des Kuh-Idylls

Das Ende einer sympathischen und zuweilen emotionalen Ja-Kampagne.

Trotz grosser Sympathien in der Bevölkerung hat es zum Schluss nicht für ein Ja gereicht: Eine Mehrheit der Stimmenden sagt Nein zur verfassungsmässig garantierten Subventionierung von Kuh- und Ziegenhörnern. Damit wurde ein Schlussstrich gezogen unter eine sympathische und zuweilen auch emotionale Ja-Kampagne. Den Befürwortern bleibt, dass ihr Anliegen im Kern Anklang fand.

Denn das Nein der Stimmbürger gilt nicht dem Tierwohl. Abgelehnt wurde vielmehr eine Initiative, die in der Umsetzung unbedeutend oder gar problematisch gewesen wäre. So blieb letztlich unklar, ob die Hörnerbeiträge zu mehr Anbindehaltung der Tiere geführt hätten.

Zum Inhalt

Dass trotzdem vor allem die Zustimmung der Städte so hoch ausfiel – in Genf etwa mit 60 Prozent Ja-Stimmen, in Basel mit 57 Prozent – deutet an, dass an diesen Orten eine romantische Sicht den nüchternen Blick auf die Landwirtschaft dominiert.

Doch können die Stimmbürger sich weiterhin täglich als Konsumenten im Laden entscheiden, ob sie das Anliegen speziell fördern wollen: mit Hornprodukten statt einem Verfassungseintrag.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch