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Kantone retteten mit Milliarden ihre taumelnden Banken

Höhere Steuern, grössere Sparpakete oder eine Rettung durch Bund und Kantone: Das droht bei kriselnden Staatsbanken.

Dank der Staatsgarantie haben viele Kantonalbanken den Ruf, sehr sicher zu sein. Was für die Kunden ein Vorteil ist, kann sich für die Steuerzahler jedoch zum Albtraum entwickeln. Seit dem Jahr 1993 mussten mit Bern, Solothurn, Genf, Waadt, Ausserrhoden und Glarus gleich sechs Kantone ihre Institute mit Auffanggesellschaften retten, zusätzliches Kapital sanieren oder verkaufen.

Je nach Grösse der Bank und Finanzkraft des Kantons kann der Kollaps einen Strudel erzeugen, in den auch andere hineingeraten. In jedem Fall wird es unangenehm für die Steuerzahler: «Kriselnde Banken fallen lange als Steuerzahler aus, und dem Kanton entgehen wichtige Einnahmen», erklärt SVP-Nationalrat und Finanzexperte Hans Kaufmann. Entweder erhöht die Regierung dann die Steuern, oder sie führt Sparprogramme durch. Bern und Solothurn dürften auch als Folge ihrer Bankendebakel heute eine hohe Steuerlast aufweisen.

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