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Kantone müssen Dutzende inhaftierte Afrikaner freilassen

Der vom Bund verfügte Sonderflugstopp für Ausschaffungshäftlinge bringt die Kantone in Nöte: Recherchen von Redaktion Tamedia zeigen, dass in der Deutschschweiz inhaftierte Nigerianer wieder auf freien Fuss gesetzt werden müssen.

Ohne Sonderflüge keinen Anreiz zur Kooperation: Gefangene in in Ausschaffungshaft.
Ohne Sonderflüge keinen Anreiz zur Kooperation: Gefangene in in Ausschaffungshaft.
Keystone

Am 17. März verstarb auf dem Flughafengelände in Kloten ein 29-Jähriger Nigerianer. Der Asylbewerber stand kurz vor einem Sonderflug in seine Heimat und hatte sich gegen seine Ausschaffung massiv zur Wehr gesetzt. Der neue Chef des Bundesamts für Migration, Alard Du Bois-Reymond, der den Vorfall mit eigenen Augen verfolgt hatte, reagierte umgehend und strich die Sonderflüge für die zwangsweise Rückschaffung von Asylbewerbern bis auf Weiteres. Doch sein unbürokratisches Eingreifen hat nun Folgen: Die Anordnung des Bundes zwingt die Kantone, Ausschaffungshäftlinge auf freien Fuss zu setzen.

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