Kampagne für Hornkuh-Initiative lanciert

Die Initiative des Bergbauers Armin Capaul verlangt, dass der Bund künftig für horntragende Nutztiere Direktzahlungen ausrichtet.

Bergbauer Armin Capaul erklärte, weshalb er die Hornkuh-Iniative lanciert: Seine Petitionen fanden bisher in der Politik kein Gehör. Um ein Verbot gehe es hingegen nicht.

Bergbauer Armin Capaul erklärte, weshalb er die Hornkuh-Iniative lanciert: Seine Petitionen fanden bisher in der Politik kein Gehör. Um ein Verbot gehe es hingegen nicht.

Kühe mit Hörnern sind in der Schweiz am Verschwinden. Die Unterstützung von Bauern, die solche Tiere noch halten, könnte das verhindern. Die Verfechter der Hornkuh-Initiative machten am Dienstag auf ihr Anliegen aufmerksam.

Für sie geht es letztlich um die Würde der Kreatur, wie Initiant und Bergbauer Armin Capaul vor den Medien in Bern erklärte. Sein Volksbegehren wolle jene Landwirte unterstützen, die Rinder und Ziegen noch mit ihren natürlich gewachsenen Hörnern halten.

Hörner in schmerzhaftem Prozess entfernt

Die Initiative verlangt, dass der Bund künftig für horntragende Nutztiere Direktzahlungen ausrichtet. Es gehe hingegen nicht um ein Verbot der Enthornung durch Ausbrennen bei Jungtieren, sagte Capaul. Den Weg einer Initiative habe er beschritten, weil Petitionen und andere Eingaben bei Bundesrat und Parlament wirkungslos geblieben seien.

Fast 90 Prozent der Kühe in der Schweiz sind heute bereits enthornt. Bei einem Teil von ihnen kam das durch die Zucht zustande. Bei der Mehrzahl hingegen und besonders bei Milchkühen wurden die Hörner in einem schmerzhaften Prozess entfernt.

Den Kälbern und Kitzen wird das Gehörn im Alter von etwa zwei Wochen mit einem auf 700 Grad erhitzten Eisen ausgebrannt. Einen Tag darauf zeigen die Tiere immer noch Schmerzsymptome trotz Betäubung und Schmerzmitteln.

Die Initiative kommt am 25. November zur Abstimmung. Die SP hat ihr bei der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 29. September bereits die Unterstützung zugesichert.

anf/sda

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