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Jugendgewalt nimmt dank Integration ab

Junge Männer sind weniger gewalttätig als noch vor fünf Jahren. Der Grund: Jugendliche einer bestimmten Herkunft sind mittlerweile gut integriert.

«Fertig Puff»: Kampagne in der Stadt Zürich gegen Gewalt unter Jugendlichen aus dem Jahre 2010.
«Fertig Puff»: Kampagne in der Stadt Zürich gegen Gewalt unter Jugendlichen aus dem Jahre 2010.
Archivbild, Keystone

Die Zahl der Gewaltdelikte ist bei jungen Männern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren innerhalb von fünf Jahren um 40 Prozent zurückgegangen, wie die neusten Zahlen der Suva zeigen. In den Jahren davor hatte die Gewalt noch zugenommen.

Verantwortlich für diese Gewalt seien zu einem grossen Teil Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien gewesen, ist sich Suva-Statistiker Alois Fässler sicher. «Traumatisierte Jugendliche wanderten ein, die eindeutig höhere Kriminalitäts- respektive Gewaltraten aufwiesen», sagt er gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

Gute Integration

Diese Einschätzung teilt auch der Integrationsfachmann Thomas Kessler: «Diese jungen Männer sind heute erwachsen und haben zum Teil eigene Familien gegründet.» Die Secondos, deren Eltern Anfang der 1990er Jahre aus Ex-Jugoslawien in die Schweiz kamen, seien mittlerweile gut integriert. Die Erwerbsquote steige und die Gymnasialquote nehme langsam zu, während die Arbeitslosenquote sinke, sagt er zum SRF.

Die Gewalt hat aber auch bei jungen Männern anderer Bevölkerungsgruppen abgenommen. Dennoch gibt es nach wie vor mehr Gewalt als noch vor 20 Jahren.

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