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Illegale Anbieter locken mit günstigen Pflege-Angeboten

Das Angebot im Pflegebereich ist gross, die Preisunterschiede sind riesig: Vor allem dank billigen Arbeitskräften aus osteuropäischen Ländern bieten Firmen tiefe Preise für 24-Stunden-Betreuung an.

Wer in einem Privathaushalt rund um die Uhr pflegebedürftige Menschen betreut, leistet harte Arbeit. Die Betreuerinnen – fast immer sind es Frauen – müssen stets abrufbereit sein. Die Einsätze belasten emotional, zum Beispiel weil die betreuten dementen Menschen manchmal aggressiv werden, und privat verfügbare Zeit gibt es wenig. Die Bezahlung ist nicht besonders gut, in manchen Fällen sogar sehr schlecht. Und der rechtliche Schutz der Arbeitnehmerinnen weist Lücken auf.

In der Schweiz offerieren mehrere Dutzend Firmen Betreuungsdienstleistungen. Die nach eigenen Angaben grösste Anbieterin ist die Home Instead, die im Franchising-System in mehreren Kantonen rund 1700 Mitarbeiterinnen beschäftigt. Wer für Angehörige eine 24-Stunden-Betreuung benötigt, zahlt hier rund 12500 Franken im Monat «inklusive Bedarfsabklärung, Qualitätssicherung und Ausfallgarantie», wie Geschäftsführer Paul Fritz ergänzt. «Wir kalkulieren knapp, unter diesem Preis ist eine gute Betreuung nicht möglich», meint Paul Fritz.

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